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Ein neues C/O/N/E/C/T/A-Workshop !
Management in Bewegung
- Neue Wege durch einen Budoorientierten Führungsstil
In der japanischen Kampfkunst stehen das Kennenlernen der eigenen Kräfte und die sanfte Transformation von Energien im Vordergrund. Ziel ist es, die Lebenskraft (japanisch KI), die Sicherheit und das persönliche physische und psychische Wohlbefinden zu erhöhen.
Die japanische Kampfkunst erweist sich als eine Ausrichtung und Quelle, um als Führungskraft und Manager beständig, erfolgreich und wirksam zu sein. Die Budo-Kampfkunst zeichnet einen Weg der Persönlichkeitsentwicklung, in der Führungskräfte die Balance zwischen Expansion und Kraftaufbau sowie Konsolidierung und Ruhe lernen. Gute Manager erschöpfen sich nicht, sondern setzen zum rechten Zeitpunkt den richtigen Impuls.
Als Zielgruppe dieses zweitägigen Workshops möchten wir Führungskräfte der mittleren und oberen Unternehmensebenen ansprechen. Was wird dabei Ihr Nutzen sein?
Mehr Lebenskraft, mehr Zugang zu den eigenen Kräften und Energien …
Mehr Erfolg, mehr Entscheidungskraft und Arbeitsfähigkeit auf einer deutlich höheren Ebene …
Mehr Sicherheit und Gelassenheit in Zeiten der Unsicherheit – bei Verhandlungen, in Meetings, im Umgang mit Mitarbeitern, im privaten Umfeld …
Mehr geistige und körperliche Gesundheit …
Ziele dieses Workshops sind:
Siegen ohne zu kämpfen – das persönliche Durchsetzungsvermögen neu definieren
Eigene tiefere Fähigkeiten und Talente entdecken und nutzen
Klarheit, Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeitsfokussierung gewinnen
Handlungsorientierung und -sicherheit auch in Stress- und Krisensituationen bewahren
Persönliche Energien wahrnehmen, steuern und lösungsorientiert nutzen
Sinne schärfen, Intuition erhöhen
Umgesetzt werden diese Ziele über Inhalte wie ...
Was hat japanische Kampfkunst mit modernem Management zu tun?
KI-Übungen zur Entspannung, Zentrierung, Erdung, Reframing
Mit geschärften Sinnen intuitiv führen
Lösungsfokussierte Strategien und Taktiken zur Konflikt- und Krisenbewältigung auf Personen-, Team- und Organisationsebene
Umgang mit Störgefühlen im alltäglichen beruflichen und privaten Leben
Quantenbewusstsein - die Kraft von Emotionen schöpfen
Selbstmanagement und Selbstcoaching - Mein persönliches Erfolgsmuster
Gearbeitet wird im Workshop mit Methoden wie ...
Theorieinput, Übungen, Fallbearbeitung
Mentale Techniken und Körperübungen zur Beruhigung von Geist und Körper (Sitzmeditationen, KI-Übungen):
Atmung: Bauch- und Zwerchfellatmung sind Voraussetzung um in einem aufgewühlten Umfeld Ruhe zu finden. Aufregung und Nervosität können damit kanalisiert werden, die Stimme klingt gehaltvoller und versagt nicht im entscheidenden Moment.
Die Übungen erfolgen teils alleine und teils mit Partner, der die Rolle des Angreifers, des „Kraftauslösers“, der Störung oder des Impulsgebers übernimmt.
Für Fragen zum Inhalt und zur Organisation des Workshops stehen Ihnen die beiden Mitglieder des Workshop-Staffs, Frau Dr. Susanne Mingers und Herr Karl Heinz Reiter, gerne zur Verfügung. Nehmen Sie doch über conecta@conecta.com Kontakt mit uns auf.

C/O/N/E/C/T/A
2008
auf überbetrieblichen Seminaren und
in überbetrieblichen Lehrgängen
Hernstein
Manager Curriculum
2008
Hernstein
International Management institute,
Wien/Hernstein
Curriculum
für Führungskräfte im mittleren Management mit vier einwöchigen
Blöcken und zwei eineinhalbtägigen Coachingtagungen für
den persönlichen Coach aus dem eigenen Unternehmen.
Curriculum
1: Start: 31. März 2008
Block I "Führen im mittleren Management": 31. März-04. April 2008
Block II "Soziale Kompetenz": 05.-09. Mai 2008
Block III "Strategieumsetzende Führung und Veränderungsmanagement":
30. Juni-04. Juli 2008
Block IV "Potenzial und Karriereentwicklung": 08.-12. September 2008
werden von
Seiten der C/O/N/E/C/T/A durch Mag. Mathias Weyrer begleitet, Block III wird gemeinsam mit Herrn Dr. Michael Schulte Derne betreut.
Curriculum
2: Start: 22. September 2008
Der Block II "Soziale Kompetenz" : 10.-14. November 2008 wird von Seiten der C/O/N/E/C/T/A durch Mag. Mathias Weyrer
begleitet.
Lehrgangsbeitrag: € 12.100,00
AnsprechpartnerIn: Andrea Bauer-Paprstein; e-mail: andrea.bauer-paprstein@hernstein.at,
Tel.: +43 (0) 1 514 50-6655
Hernstein
Seminare 2008
Hernstein
International Management Institute, Wien/Hernstein
Lösungsorientiertes Konfliktmanagement:
Dr. Martin Carmann
22.-24. Oktober 2008
Wissen
managen
Dr.
Susanne Mingers
15.-17. Dezember 2008, € 2.000,00
AnsprechpartnerIn:
Edith Radakovits; e-mail: anmeldung@hernstein.at,
Tel.: +43 (0) 1 514 50-6611
Business
Circle Kompaktlehrgänge 2008
Business
Circle Konferenzen und Seminare, Wien
Managementlehrgang
für neu ernannte Führungskräfte
Lehrgang
mit 5 Modulen im Rahmen einer fünftägigen Veranstaltung;
Modul 1 - Rollengestaltung und Führungsstil - (03. November 2008) wird von Dr. Gerardo Drossos begleitet, Modul 2 - Mitarbeiterführung
und Motivation - (04. November
2008) von Dr. Susanne Mingers, Modul 3 - Kommunikation und Konflikte - (05. November 2008) von Martina Schulte-Derne, , Modul 4 - Führen von Teams
und Projekten - (06. November 2008) von Mag. Dr. Martin Carmann und
Modul 5 -Verhandlungen
erfolgreich führen - (07. November
2008) von Dr. Michael Schulte-Derne.
Die fachliche Leitung des gesamten Lehrgangs obliegt Dr. Gerardo Drossos.
Start: 03.
November 2008, € 3.299,00
AnsprechpartnerIn:
Florijana Bozic, E-mail: anmeldung@businesscircle.at,
Tel.Nr.: +43 (1) 5225820-31
Lehrgang
Führungskompetenz 2008
Zentrum
für Verwaltungsmanagement,
Schloss Laudon
Lehrgang mit fünf
Modulen und 3 Coachingtagen für Führungskräfte aus dem
Bundesdienst.
Prof. Dr. Alfred
Janes betreut eine Coachinggruppe (18. Juni 2008, 24. Oktober 2008,
12. Dezember 2008). Herr
DI Dr. Karl Prammer und Herr Prof. Dr. Alfred Janes zeichnen für das Modul 3 "Führen in Veränderungsprozessen" (17.-19. November 2008) verantwortlich.
Start: 3. Juni 2008
Anmeldung: Nedeljka Haag, Tel.Nr. +43 (0) 1 53115-7144,
E-mail: nedeljka.haag@bka.gv.at
Veränderungsmanagement
MSc 2008 - 2010
Donau-Universität
Krems,
Krems
Postgradualer Universitätslehrgang
Master of Sience - MSc an der Donau-Universität Krems, Zentrum für
Wissens- & Informationsmanagement
C/O/N/E/C/T/A zeichnet
im Modul 3 für die "Grundbegriffe des Veränderungsmanagements" (20. - 21. Februar 2009) und im Modul 6 für den"Transformations-Ansatz" (24. - 27. Juni 2009) verantwortlich (DI Dr. Karl Prammer).
Start: 3. November
2008
Studiengebühr: € 14.300,00
Anmeldung: Michaela Kreissl, Tel.Nr. +43 (0) 2732-893-2331,
E-mail: michaela.kreissl@donau-uni.ac.at
 Entrepreneurship
MBA Central Europe 2008-2010
Donau-Universität
Krems, Krems
4-semestriger postgradualer
Universitätslehrgang Master of Business Administration - MBA an der
Donau-Universität Krems, Zentrum MBA Krems
C/O/N/E/C/T/A zeichnet
im Modul 9 für "Projekt- und Veränderungsmanagement"
(03.-06. Februar 2009) verantwortlich (DI Dr. Karl Prammer).
Start: September
2008
Studiengebühr:
€ 21.900,00
Anmeldung: Fr. Gruber, Tel.Nr. +43 (0) 2732-893-2120,
E-mail: birgit.gruber@donau-uni.ac.at
Incite-Lehrgänge
institute
for management consultants and information technology
experts
der österreichischen Bundeswirtschaftskammer, Wien
CMC Lehrgang Herbst 2008:
International Certified Management Consultant
Vierteiliger Intensivlehrgang mit Masterarbeit und Zertifizierung zum Certified Management Consultant (CMC).
Die Module "Architektur und Design von Beratungsprozessen" (11.-13. September 2008) und "Spezifische Beratungsaufgaben in den Phasen der Unternehmensentwicklung" (21.-22. November 2008) werden von Herrn DI Dr. Karl Prammer betreut.
Start: 28. August 2008
Teilnahmegebühr: € 4.640,00
Anmeldung: office@incite.at
General Consulting
Program 2008
Umfassender, mehrteiliger
Lehrgang universitären Charakters der mit der Graduierung zum Akademischen
Unternehmensberater abschließt. Von CONECTA werden Modul 3, "Beratungsvorhaben prozesshaft gestalten"(Prof. Dr. Alfred Janes) vom 14.-16. März
2008, Modul 6, "Designentwicklung und methodische Umsetzung in der Beratung" (Mag. Mathias Weyrer) vom 16.-18. Mai 2008 und Modul 9, "Projektmanagement für Unternehmensberater" (DI Dr. Karl Prammer) vom 11.-13. Juli 2008 gestaltet. Die wissenschaftliche
Leitung des Lehrganges liegt bei Prof. Dr. Alfred Janes.
Start: 01. Februar
2008
Teilnahmegebühr: € 13.530,00
Anmeldung: office@incite.at
Organisationsentwicklung
MSc 2008 - 2010
iff
-Organisationsentwicklung Organizing Public Goods, Wien
Fakultät
für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
der
Universität Klagenfurt
Zweiteiliger Universitätslehrgang
mit mehrtägigen Modulen. Es besteht die Möglichkeit nach einem
Jahr mit einem Universitätszertifikat abzuschließen oder am
Ende des zweiten Jahres mit der Berufsbezeichnung Akademische/r OrganisationsentwicklerIn
und einem Mastertitel abzuschließen.
Neben weitern Mitarbeiter-
und KooperationspartnerInnen des iff wirken am Lehrgang auch C/O/N/E/C/T/A-MitarbeiterInnen
mit:
Projekte erfolgreich
managen: DI Dr. Karl Prammer;
Optimierung von Leistungsprozessen: DI Dr. Karl Prammer;
Spezielle
Herausforderungen in Veränderungsprozessen: Dr. Susanne Mingers;
Strategie- und Leitbildentwicklung: Dr. Michael Schulte-Derne;
Entwicklung
von Führungssystemen: Prof. Dr. Alfred Janes.
Die Betreuung der Master Thesis erfolgt unter anderem durch DI Dr. Karl
Prammer; Die Supervisonstage einer Kleingruppe werden von Prof. Dr. Alfred
Janes begleitet.
Mitglied im wissenschaftlichen Leitungsteam: DI Dr. Karl Prammer
Start: Februar 2008
(Anmeldeschluss: 15. Dezember 2007)
Teilnahmegebühr: € 18.500,00
Anmeldung: iff.oe@uni-klu.ac.at
educating-curating-managing,
ecm Masterlehrgang für Ausstellungstheorie & Praxis 2008 - 2010
Universität für angewandte Kunst Wien
Zweijähriger
postgradualer Universitätslehrgang mit jeweils dreitägigen Modulen
an jedem zweiten Wochenende.Der Lehrgang vermittelt Kernkompetenzen im
erweiterten Museums- und Ausstellungsfeld. Eine intensive Auseinandersetzung
mit theoetischen Positionen bildet den Motor für die Entwicklung
angewandter Kompetenzen zur Konzeption, Visualisierung und Umsetzung von
Projekten in Institutionen und auf dem freien Markt. Der Lehrgang wird
von Mitgliedern des Vereins "schnittpunkt.austellungstheorie&praxis"
geleitet.
Gemeinsam mit Renate
Goebl, der früheren Lehrgangsleiterin, und Frau Prof. Putz-Plecko,
Abteilungsleiterin "Kunst und kommunikative Praxis / Textil- Freie
angewandte und experimentielle künstlerische Gestaltung" an
der Angewandten, sitzt Karl Prammer im ecm-Beirat. DI Dr. Karl Prammer
von C/O/N/E/C/T/A gestaltet und begleitet auch einige Module innerhalb
des Universitätslehrgangs.
Start: Oktober 2008
Teilnahmegebühr: € 11.600,00
Anmeldung: ecm@uni-ak.ac.at
Joachim Bauer
Warum ich fühle, was du fühlst.
Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone.
Wilhelm Heyne Verlag München, 2006
... für Sie gelesen
Ein sonniger Frühlingstag lockt Sie nach draußen in den Park. Sie setzen sich auf eine Bank, strecken Ihre Beine aus, entspannen und lassen das Geschehen rund herum auf sich wirken. Auf einer Bank unweit von Ihnen sitzt ein Mann mit seinem kleinen Junior auf dem Schoß. Der Kleine wird mit Früchtebrei gefüttert. Sie beobachten, wie der Vater den Löffel zum Mund seines Sohnes führt und jedes Mal den eigenen Mund öffnet – so als wolle er selbst den Bissen verspeisen. Ihr Blick wandert weiter. Auf einer anderen Bank flirten zwei offenbar frisch Verliebte. Einander zugewandt plaudern und scherzen sie, tauschen Blicke und zärtliche Gesten aus. Sie teilen Zeit und freudevolle Aufmerksamkeit miteinander.
Viele ähnliche Szenen umgeben Sie. In den Worten von Joachim Bauer, der als Mediziner, Neurobiologe und Psychotherapeut über neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften berichtet, handelt es sich bei all diesen sozialen Erscheinungen um Resonanz- und Spiegelphänomene im Alltag.
Zum Inhalt
Resonanz heißt, so die Definition von Bauer, dass etwas zum Schwingen oder Erklingen gebracht wird. Sie wird durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung von Reizen erzeugt, die Reaktionen, Handlungsbereitschaften sowie psychische und physische Veränderungen in Gang setzen. Menschen steigen auf Stimmungen von anderen emotional ein und lassen dies auch körpersprachlich sichtbar werden. Diese Form der emotionalen Resonanz bzw. Übertragung wird auch als „emotionale Ansteckung“ („emotional contagion“) bezeichnet. Menschen zeigen eine unbewusste Tendenz, Haltungen oder Bewegungen eines gegenübersitzenden Gesprächspartners spontan zu imitieren. Zwischen Menschen, die miteinander in Kontakt stehen, wird eine kontinuierliche, in hohem Maße gleich laufende Aufmerksamkeit hergestellt (etwa das Verfolgen von Blickrichtungen) – ein Phänomen, das in der neurobiologischen Fachsprache als „joint attention“ bezeichnet wird.
Mobbing beschreibt Bauer mit neurobiologischer Brille als eine moderne Form der Ausgrenzung: Es kann geschehen, dass Gemeinschaften ein einzelnes Mitglied aus dem gemeinsamen Bedeutungs- und Resonanzraum ausschließen. Ausgrenzung bedeutet die systematische Verweigerung der spiegelnden Verhaltensweisen im Alltag, mit denen wir uns unwillkürlich gegenseitig anzeigen, dass wir den anderen als zugehörig zum gemeinsamen sozialen Bedeutungsraum betrachten. Der Blick wird verweigert oder signalisiert Ausgrenzung. Der Gruß wird nicht mehr erwidert. Gesten stoßen auf eiskalte Reaktionslosigkeit. Die „joint attention“ entfällt – also das Eingehen auf das, worauf das betroffene Mitglied seine Aufmerksamkeit richtet oder worauf er die Gemeinschaft aufmerksam machen will. Reziproke Reaktionen im Gesprächsverhalten werden verweigert, Fragen oder Anmerkungen des ausgestoßenen Mitglieds werden übergangen. Spiegelungen finden nicht mehr statt.
Neurobiologische Resonanz - Spiegelneurone
Nervenzellen des Gehirns, die im eigenen Körper eine bestimmte Handlung oder eine Empfindung steuern können (=Handlungsneuronen), zugleich aber auch dann aktiv werden („feuern“), wenn der gleich Vorgang (ganz oder teilweise) bei einer anderen Person nur beobachtet wird, heißen Spiegelneuronen. Ihre Resonanz setzt spontan, unwillkürlich und ohne Nachdenken ein. Spiegelneurone benutzen das neurobiologische Inventar des Beobachters, um ihn durch eine Art inneren Simulation spüren zu lassen, was in anderen vorgeht. Die Spiegelresonanz ist die neurobiologische Basis für spontanes, intuitives Verstehen (Theory of Mind). Das System der Spiegelneurone stellt die neurobiologische Basis für das gegenseitige emotionale Verstehen, für das intuitive, vorgedankliche Wissen über andere Menschen dar. In Form einer spontanen, inneren Simulation erleben wir, was andere empfinden und beabsichtigen. Spiegelneurone schenken uns die Fähigkeit zum Mitfühlen, zum intuitiven Verstehen und zum Vorhersehen von bestimmten Situationen.
Intuition

Das System der Spiegelneurone erzeugt ein spontanes und vorgedankliches, intuitives Verstehen: Die Beobachtung von Mimik, Blicken, Gesten und Verhaltensweisen von anderen Menschen führen uns zu einem inneren, impliziten Wissen über das, was im weiteren Verlauf zu erwarten ist. Intuition beruht auf der Fähigkeit, aus der Beobachtungen von Menschen ohne jegliches Nachdenken Gewissheiten über ihre Absichten und den weiteren Ablauf des Geschehens zu gewinnen. Das Vermögen, schnell zu erfassen, was in einem anderen Menschen vorgeht, intuitive Vorstellungen und vertrauensbildende Gewissheiten über die Gefühle und Absichten eines anderen Menschen zu gewinnen, bezeichnen Fachleute heute als die Fähigkeit zur „Theory of Mind (TOM)“. Mit Hilfe eines solchen Schnellerkennungssystems des Gehirns kann der Mensch intuitiv spüren, was in einer bestimmten Situation zu erwarten ist. Dies erweist sich im Alltag praktisch, in Gefahrenslagen überlebenswichtig. Spiegelphänomene machen Situationen – ob im Guten oder im Schlechten – vorhersehbar. Intuitive Ahnungen können in einem Menschen entstehen, auch ohne das Bewusstsein zu erreichen.
Handlungsplanung und Handlungssteuerung
Die Handlungsneurone kodieren die Programme für das operative Vorgehen und für das Ziel einer Handlung. Die Nervenzellen für die Vorstellung von Empfindungen ergänzen dies durch Informationen darüber, wie sich die geplante Handlung für den handelnden Körper anfühlen würde. Erst die Kombination des handelnden und des empfindenden Systems ergibt die neuronale Basis für die Vorstellung, Planung und Ausführung von Aktionen. Das Spiel, verstanden als Durchspielen von Optionen des Handelns und Fühlens, verbunden mit der Möglichkeit, sich in unterschiedliche Rollen hineinzuversetzen, ist nicht nur für das Kind von Bedeutung. Auch Erwachsene brauchen Foren, auf denen Anschauungen, Handlungsstile und Gefühle erprobt und reflektiert werden können. Die Notwendigkeit, neue Perspektiven und unterschiedliche Handlungsmuster auszuprobieren, endet also nicht mit der Kindheit. Das Handlungs- und Interaktionsinventar, das wir als soziale Gemeinschaft leben und im neurobiologischen Format des Spiegelsystems aufbewahren, muss zeitlebens immer wieder neu ausgehandelt werden. Genetische Aktivität, neurobiologische Struktur und Umwelterfahrungen unterliegen einem ständigen, wechselseitigen Einfluss.
Spiegelung und Identität
Tritt ein Mensch in unsere Wahrnehmung, dann aktiviert er ungewollt in uns eine neurobiologische Resonanz. Verschiedene Aspekte seines Verhaltens wie Blickkontakt, Stimme, mimischer Ausdruck, Körperbewegungen und konkrete Handlungen rufen in uns ein Spektrum von Spiegelreaktionen hervor. Bei nahe stehenden Personen, die fest zu unserer sozialen Welt gehören, wird dieses Resonanzmuster innerhalb kurzer Zeit zu einer festen Installation. Es entsteht eine innere Repräsentanz, eine dynamische, innere Abbildung dieses Menschen in uns. Zwischenmenschliche Wahrnehmung geschieht immer über die Bildung von Repräsentationen. Aus neurobiologischer Sicht nehmen daher an jeder Begegnung zweier Menschen eigentlich sechs Personen teil:
- die beiden Personen in ihren Selbst-Repräsentationen (Selbstbildern),die beiden Personen, wie sie sich wechselseitig als Repräsentationen in sich tragen (Fremdbilder),
- die nur als physische Realität vorhandenen Personen
(Otto F. Kernberg: „Wenn zwei miteinander schlafen, sind mindestens vier oder mehr andere Personen beteiligt.“). Spiegelneuronen sind das neuronale Format, mit dem wir sowohl uns selbst als auch andere Personen wahrnehmen bzw. als Vorstellung abbilden. Einen Menschen zu erleben und zu verstehen, geschieht dadurch, dass etwas ihm Entsprechendes in uns selbst aktiviert wird. Spiegelnervenzellen feuern, wenn wir selbst eine Handlung vollziehen, aber auch dann, wenn wir dieselbe Handlung, ausgeführt von einem anderen Menschen, beobachten. Sie feuern, wenn wir die mit einer bestimmten Situation verbundenen körperlichen Empfindungen spüren, aber auch dann, wenn mir (mit-)erleben, dass sich jemand anders in einer entsprechenden Situation befindet.
Die Aktivierung der Spiegelneurone kann uns faktisch verändern: Die gute( oder schlechte) Laune eines Mitmenschen kann zu unserer eigenen guten (oder schlechten) Laune werden. Die Freude, der Schmerz, die Angst oder der Ekel eines anderen kann in uns selbst Freude, Schmerz, Angst oder Ekel erzeugen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind für den Menschen die bedeutendste Quelle von Signalen, die Einfluss auf Verhalten und biologische Reaktionen haben.
Spiegelung und Identität ist auch eine Frage der Balance. Diesbezügliche Dysbalancen bringen nach Bauer drei „Problemtypen“ von Menschen hervor:
- Es gibt Menschen, die gar nicht oder nicht gut spiegeln können, zu anderen keinen intuitiven Kontakt finden, sich von ihren eigenen Emotionen abgeschnitten fühlen und schlecht einschätzen können, was andere empfinden. (Die Spiegelungsfähigkeit von Menschen kann durch Imitation und Übung nachreifen!)Menschen, die gut spiegeln können, hohe Empathie und Einfühlungsvermögen besitzen, sich jedoch darin verausgaben und erschöpfen, da sie zu wenig darauf achten, ausreichend Zuwendung zurückzubekommen und ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.
- Menschen, die sich sehr schnell auf andere einspiegeln und dann relativ rasch in der dadurch entstandenen Beziehung scheitern. Diese haben häufig Probleme mit der eigenen Identität: Sie lassen sich gern auf vieles ein, wissen aber nicht, wer sie selbst sind oder wo sie innerlich stehen.
Einerseits geht es um die Entdeckung des gemeinsamen Gefühls, um konkordante Spiegelungserfahrungen, das heißt Erfahrungen des intuitiven Verstanden-Werdens und Verstehens. Andererseits geht es darum, das eigene Gefühl zu entdecken, das heißt den Unterschied zwischen eigenen und fremden Impulsen, Vorstellungen und Absichten zu reflektieren, also eine Identität zu entwickeln. Für die meisten Menschen bedeutet es eine Herausforderung, eine Balance zu finden zwischen dem Eingehen auf äußere Stimuli (= soziale Resonanz) und der Bewahrung der eigenen, individuellen Identität.
Bewertung
Joachim Bauer gelingt es auf verständliche und zugleich neurobiologisch fundierte Weise das zu beschreiben und bewusst zu machen, was uns alltäglich – im Beruf, zu Hause, im Park … - begegnet. Zuweilen hilft es, für das, was wir im zwischenmenschlichen Bereich alltäglich intuitiv spüren und erfahren, explizite Formen des Ausdruckes und der Reflexion zu finden.
Mit diesem Buch sehen sich all jene unterstützt, die als Führungskräfte, Berater, Liebespartner, Eltern … Ehrgeiz verspüren, so Bauer, ihre Fähigkeit beim Gestalten von Beziehungen zur Meisterschaft zu entwickeln. Viel Freude, Glück und Erfolg dabei wünscht Susanne Mingers Meine Bewertung: ****
Legende:
***** unbedingt kaufen und selbst lesen. **** interessante Lektüre, sinnvoll
investiertes Geld. *** gut zu wissen, was drin steht. ** nichts gewonnen,
nichts verloren. * überflüssig.
Zum
Autor
Prof. Dr. Joachim Bauer wurde am 21. 10. 1951 in Tübingen geboren. Prof. Bauer durchlief nach seinem Medizinstudium eine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin, dann zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, schließlich zum Facharzt für Psychosomatische Medizin. Neben seiner klinischen Ausbildung war Professor Bauer über viele Jahre hinweg in der molekularbiologischen Forschung tätig. Er befasste sich dabei mit den Genen von Immunbotenstoffen, später mit der Genregulation in Gehirnzellen. Im Jahre 1996 bekam Bauer den renommierten Organon- Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie verliehen.
Prof. Bauer arbeitet heute als Leiter der Ambulanz an der Abteilung Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik Freiburg (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Wirsching). Seine Tätigkeitsschwerpunkte als Arzt und Forscher sind Depressionen, Angsterkrankungen, Trauma- Folgekrankheiten, psychosomatische Körperbeschwerden sowie das Burnout- Syndrom. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Fragen der Jugendgesundheit und Gesundheitsfragen im Lehrberuf (Burnout bei schulischen Lehrkräften). Bauer hat über 100 wissenschaftliche Artikel publiziert.
Prof. Bauer ist Autor eines 2004 im Piper Verlag als Taschenbuch erschienen Buches „Das Gedächtnis des Körpers – Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern“. Dieses Buch beschreibt auf allgemein verständliche Weise den Zusammenhang von zwischenmenschlichen Beziehungen und medizinischer Gesundheit. Bauers neues Buch ( Wilhelm Heyne Verlag München (2006)) „Warum ich fühle was Du fühlst – Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone“ beschreibt die neurobiologischen Grundlagen von Empathie, Mitgefühl und Intuition (siehe oben).
Joachim Bauer hat zwei Kinder mit Hedwig Bauer und lebt in Freiburg im Breisgau.
Kontakt: joachim.bauer@uniklinik-freiburg.de

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