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Die Strahlen
der Sonne machen jetzt die Umgebung spürbar wärmer, so dass jene kühlen
Morgen, die einen Schal erfordern, zu Ausnahmen werden. Und da passiert
etwas leider oft Unbeachtetes in der Natur: Plötzlich beginnen die frischen
Knospen
zu treiben. Aus dem Waldboden schauen zwischen Erde und Laub die ersten
Spitzen des Bärlauchs neugierig heraus, wie kleine grüne Stoppeln aus
der noch winterlichen Landschaft. Und die verstreuten Kastanien gehen
ihre ersten Schritte in Richtung Baum.
Haben sie schon einmal im Frühjahr
eine Kastanie aus dem weichen Boden gehoben und entdeckt, wie diese gleichzeitig
eine weiße wurmförmige Wurzel und einen braungrünen dünnen Stamm erzeugt?
Und dabei bleibt die Kastanie selbst als Bindeglied erhalten.
Der Wald bietet
solch kraftvolle Enthüllungen, dass die Beobachtung dieses alljährlichen
Wunders ein ganz eigenes inneres Frühlingserwachen erzeugt.
Wenn man dabei das Glück hat, eine Partnerin zu haben, die einen liebevoll
zu diesen Schönheiten führt, und wenn sich diese beim Joggen im Wald mit
dem ganzen Körper auf dieses frische Grün wirft, die Nase hineinsteckt,
mit Armen, Händen, Fingerspitzen das neue Treiben berührt, dann ist das
die beste Einladung, selbst hinzuspüren und den Frühling erwachen zu lassen.
Die zweitbeste Einladung wird sein, es einfach - diesem Ratschlag folgend
- selbst auszuprobieren.
Ein Versuch wird Sie
überzeugen! Schönen Frühling im Herzen, im Kopf, in der Nase ..
wünscht Ihnen
Ihr Gerardo Drossos

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