| unsystemischer
Ratschlag |
| UnternehmerIn in eigener Sache |
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Nachdem sich die TeilnehmerInnen in einer "Career Counseling Einheit" Orientierung über ihre eigenen Visionen und Perspektiven erarbeitet hatten, beschrieben sie ihre Erkenntnisse anhand von Bildern. Da war die Rede von Türen, die sich öffnen, von Fischen, die sich gegenseitig auffressen, von Nadeln am Kompass, die einzunorden seien, ... und plötzlich ziehen mich meine Gedanken wie magisch nach Madeira ... Wir gehen einen der wundervollen Wege entlang einer Lavada, die in den Reiseführern mit dem Hinweis von Eingangsvoraussetzungen für den Wanderer wildromatisch aber doch ziemlich schwierig (gefährlich?) beschrieben werden. Und stehen plötzlich vor einem dieser Tunnels. Gerade habe ich aus meiner Sicht todesmutig die Stelle durch den Wasserfall mit dem Abgrund links in die Felsschluchten und rechts in das Levadabecken unter Aktivierung all meiner Gleichgewichtskräfte gemeistert. Und jetzt diese Röhre, in der ich nichts als tiefschwarze Nacht erkenne. Ich höre Wasserrrauschen und ein seltsam ziehendes Geräusch an meinem Ohr. Etwas, das sich plötzlich in meinem Haar verfängt. Eine Fledermaus! Ich stoße mich an einem Felsvorsprung, bekomme einen Wasserschwall ab, schreie auf. Ich will raus. Da geh` ich keinen Schritt weiter! Ich habe Angst! Dass wir keine Taschenlampen dabei hatten, war nicht professionell, ja. Aber meine "lessons learned" waren auf einer anderen Ebene. Jemand war da, der mich gecoacht hat: an mich zu glauben und an meine Fähigkeit zu sehen, auch wenn es dunkel ist; mit Händen und Füßen und dem Herzen zu spüren, wo der rechte Weg ist, weil mich die Vision trägt, daß am Ende des Tunnels diese tropische Landschaft in ihren schillernden, satten Farben meine Seele auftanken wird. Und dann war noch wichtig, daß ich mich selbst entscheiden sollte, ob ich weitergehen wolle oder nicht. Ich bin gegangen. Ganz langsam. Und mit jedem Schritt wuchs meine Selbstsicherheit. ... Mit einem Mal war da ein zarter Schein, der immer heller wurde bis er sich als greller, runder Spot - das Ende der Tunnelröhre - abzeichnete. Ich war in dieser wunderbaren tropischen Landschaft. Du mußt heute die Verantwortung für deinen Karriereweg selbst in die Hand nehmen, deine Kernkompetenzen erkennen und sie erweitern. Du mußt dir erlauben innezuhalten, Angst zu haben, auch umzukehren, neu zu beginnen. Alles ist okay in Zeiten von Portfolio-, Zick-Zack- oder multiplen Karrieren und Karrierebrüchen. Dann, wenn du bei dir bleibst. UnternehmerIn sein in eigener Sache! Mit
den besten Wünschen |