unsystemischer Ratschlag
Warum können wir nicht einfach da sein,
wo wir sind?

Vielleicht geht es ja nur mir so, aber im Trubel des Privat- und Berufslebens kommt es öfter einmal vor, dass man vor lauter Terminen, Aufgaben und Problemen nicht immer ganz bei der Sache ist. Während man mit etwas beschäftigt ist denkt man bereits an Dinge die noch zu tun sein werden, Gespräche die man noch wird führen müssen und Probleme die noch zu bewältigen sein werden. Das kann dann schon mal dazu führen, dass man sich durch die Zukunft von der Gegenwart ablenken lässt. Natürlich ist Planen und vorausschauendes Denken oft gut und hilfreich. Man ist dann vorbereitet auf Dinge, die auf einen zukommen werden/können.

Doch was würde passieren wenn wir einmal bewusst versuchen, wirklich "da zu sein, wo wir sind"? Wenn wir uns der Person, mit der wir gerade ein Gespräch führen, voll und ganz widmen, ihr das Gefühl geben dass wir nur für sie da sind und sie nicht als einen Punkt auf unserer Agenda betrachten? Wenn wir uns einfach auf unsere momentane Aufgabe konzentrieren, um sie so gut wie möglich zu machen? Wenn wir einen schönen Moment, eine Zeit der Ruhe oder des Glücks einfach genießen, ohne gleich zu fragen wie lange das Schöne dauern kann und ob es nicht bald schon wieder schlechter wird? Einfach wirklich versuchen uns dem JETZT zu widmen. Voll und ganz da zu sein, wo wir eben gerade sind, und die Zukunft dort zu lassen, wo sie ist, nämlich in der Zukunft.

Ich denke einen Versuch wäre es auf jeden Fall mal wert, oder? Man könnte dabei Dinge sehen, erleben und empfinden, die einem vielleicht sonst entgehen. Bei mir jedenfalls funktioniert es. Darum wünsche ich auch Ihnen viel Freude und Erfolg beim "hier sein"!

Mit den besten Wünschen
Ihr Martin Sulzbacher