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Heute
werden immer noch häufig die besten Fachleute zu Führungskräften gemacht.
Die Gründe dafür sind verständlich:
Wer
zum Beispiel ein hervorragender Verkäufer ist, der hat wohl auch das Zeug
zu einem hervorragenden Verkaufsleiter. Denkt man. Denn die Nachteile
zeigen sich nur allzu häufig sehr rasch: Die Person muss plötzlich einen
Job machen, der neu ist: Sie muss führen. Und sie hat nun plötzlich weniger
Zeit und weniger Gelegenheit, das zu tun, was ihr bisher das liebste war,
und wo sie auch so erfolgreich war: verkaufen. Frust ist die Folge, bei
der neuen Führungskraft und bei ihren Mitarbeitern.
Aus
dieser Sackgasse kommt man heraus, indem man sich drei Dinge sehr klar
macht:
Erstens
(vor Übernahme der neuen Position): Will ich wirklich Führungskraft werden?
Wird mich das glücklicher machen, als ich jetzt bin? In welchen Bereichen?
- Hier muss ich einige Bereiche finden, in denen ich glücklicher sein
werde, wenn ich diesen Schritt getan habe. Mehr Geld, mehr Einfluss, mehr
Ansehen, mehr Verantwortung - das alles sind gute Gründe und können sehr
gute Gründe sein. Ich muss mir nur sicher sein, dass mich diese Dinge
zufriedener machen werden, als ich es jetzt bin.
Zweitens
(auch noch vor der Entscheidung): Wie werde ich damit umgehen, dass ich
etwas ganz Neues lernen muss, das ich nur vom Zuschauen kenne? Werde ich
es mir selbst erlauben, Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen? - Perfektionisten
haben es hier besonders schwer.
Drittens
(in der neuen Position): Habe ich jeden Tag ein Zeitfenster, um mich mit
dem Thema Führen zu befassen? Ist dieses Zeitfenster für mich groß genug?
- Diese Frage ist besonders wichtig: Wenn kein Zeitfenster für die neue
Aufgabe reserviert ist, kann das sehr leicht zu großer Frustration im
neuen Job führen. Denn was keine Energie bekommt, das fährt nicht - wie
wir vom Auto wissen. Zeit und Aufmerksamkeit sind die Energie, die Führung
zum Laufen bringt. Hier ist tägliches Nachtanken nötig.
Bis
zum nächsten Mal
Gerardo
Drossos

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