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 Unser
"unsystemischer Ratschlag" ist diesmal dem neuesten Buch von Fritz B.
Simon "Gemeinsam sind wir blöd?!" nachempfunden. Er beschreibt die Notwendigkeit
"loserer" und "festerer" Koppelungen, um Stabilität und langfristiges
Überleben von Organisationen ebenso zu sichern, wie deren Lernfähigkeit.
Der
Grundgedanke besteht dabei darin, dass entweder Personen, oder aber Aktionen
lose bzw. fest gekoppelt werden, um den entsprechenden "Zusammenhalt"
der Organisation zu gewährleisten. Entscheidet man sich für eine festere
Koppelung von Personen und eine losere Koppelung von Aktionen, so tritt
die Bedeutung der einzelnen Beteiligten und damit im Bereich der Führung
die Frage nach deren Führungsfähigkeiten in den Vordergrund. Bei einer
Entscheidung für festere Koppelung von Aktionen mit gleichzeitig loserer
Koppelung von Personen steigt die Bedeutung von verbindlich vereinbarten
Regeln und damit verknüpft eine größere Unabhängigkeit von den einzelnen
Akteuren.
Die
Kunst besteht wohl letztendlich darin zu entscheiden, in welchem Ausmaß
in der eigenen konkreten Organisation lose bzw. feste Koppelungen Sinn
machen und dementsprechend in diese Koppelungen auch Zeit, Energie und
Geld investiert werden soll.
Damit
bekommt für uns auch die Differenzierung zwischen "Management" und "Leadership"
eine zusätzliche spannende Dimension.
Jetzt
zu unserem Tipp:
Machen
Sie sich doch auf die Suche nach "festeren" und "loseren" Koppelungen
in Ihrem Verantwortungsbereich.
Überlegen
Sie jeweils:
was ist Gewinn/Preis dieser Art der Koppelung, wodurch wird diese sichergestellt,
wie aufwändig ist dies, was wird dadurch alles möglich/gefördert, was
verunmöglicht/behindert;
wo könnte es aus Ihrer Sicht hilfreich sein "nachzuziehen", oder aber
auch "nachzulassen", was müssten Sie dann anders tun/unterlassen bzw.
einrichten/verändern.
Mit
herzlichen Grüßen
Ihr Michael Schulte-Derne

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