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 Vielleicht kennen Sie das. Sie leben in ihrem Alltagsbewusstsein gemütlich dahin, mal läuft alles „normal“, dann gibt es Stress. Sie denken drüber nach, was Sie verbessern könnten, setzen manches um und dann läuft es wieder – oder auch nicht. … Und zufällig stoßen Sie in einem Buch auf einen Satz, der sich – im allerpositivsten Sinn – anfühlt wie eine Ohrfeige und der den Effekt hat, Sie aufzuwecken, Sie aufmerken und nachdenklich werden zu lassen.
Ich hatte unlängst diesen „Muntermacher“ beim Lesen des Satzes „You cannot make a cat bark.“ Mir wurde klar, dass ich eigentlich nur dann Stress bekomme, wenn ich – wie im Kampf gegen Windmühlen – versuche, die Realität zu ändern; also wenn ich nicht sehe oder nicht sehen möchte, was tatsächlich ist. Der Stress äußert sich dann beispielsweise
in Ungeduld mit einem Kollegen, der alles ganz genau wissen möchte, viel genauer als ich finde, dass er das jetzt benötigt;
in Ärger über eine Serie von roten Ampeln auf dem Heimweg, wenn ich viel schneller zu Hause sein möchte;
in Vorwürfen gegenüber meinem Partner, weil er mich nicht so aufmerksam behandelt, wie ich finde, dass mir das zusteht;
…
Also bestenfalls bekomme ich selbst Magengrummeln oder, im weniger guten Fall, bekommt es meine Umwelt zu spüren, dass die Welt für mich nicht so ist, wie ich sie gern hätte.
Dieses plötzliche Aha-Erlebnis erinnerte mich an frühere Einsichten,
… dass man ja niemand anderen von außen ändern kann, es ist nur möglich, durch mein – anderes – Verhalten Bedingungen dafür zu schaffen, dass andere vielleicht auch anders tun;
… dass es ja darum geht, andere zu sehen, wie sie sind, zu verstehen, wie sie „ticken“, um genau daran andocken zu können;
… dass es dazu notwendig ist, mich in den anderen hineinzuversetzen und mit dessen Brille in die Welt zu blicken, eventuell auch darauf, wie er mich erlebt, bevor ich überlege, wie ich am besten mit ihm umgehe;
… dass das umso leichter gelingt, je mehr ich den aktuellen Moment als einzig geltende Wirklichkeit wahrnehmen kann und nicht als letzte Folge einer Serie von Vorgeschichten;
…
Ich erkannte, dass eine innere Entrümpelungsaktion von Annahmen über andere und Konzepte darüber, wie etwas sein soll und wie nicht, notwendig war. Ich nahm mir dafür die Zeit in Form eines Abends für mich alleine, was ganz leicht war, denn all diese Einsichten führten zu einer inneren Dringlichkeit, ich wollte die Herausforderung annehmen, mit dem Strom zu schwimmen anstatt dagegen, den Wind zunächst zu spüren und dann bewusst die Segel zu setzen, um die richtige Richtung zu finden und nicht einfach mit voller Kraft loszupreschen.
Mittlerweile kann ich über einige Erfolge berichten:
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Vorher |
Nachher |
Mit meinem Kollegen |
Ich wurde ungeduldig, wenn er die Dinge nicht so schnell „checkte“ wie ich das wollte, und in der Erwartung, es würde mir wieder zu langsam gehen, begann ich die für dieses gemeinsame Projekt notwendigen Treffen jeweils bereits mit einem gewissen Unmut ihm gegenüber |
Ich versetze mich in ihn, seine Erfahrungen, seine Emotionen, seine Funktion im Projekt, ich frage ihn, was er braucht, um sich sicher zu fühlen, ich erkläre nicht mehr nur was zu tun ist, sondern auch mehr warum, ich konzentriere mich darauf, seine Beiträge klar zu portionieren und ich frage jeweils am Ende der Sitzung nach Feedback; die Ungeduld ist verschwunden und auch er erscheint mir in der Kooperation fröhlicher |
Mit roten Ampeln |
Ich schimpfte leise vor mich hin und konnte es nicht glauben, dass „schon wieder“ rot ist |
Ich stelle mich darauf ein und bin nicht mehr jedes Mal überrascht, ich nehme mir HörCDs mit auf den Weg, ich erledige Telefonate – kein Ärger mehr, sondern das Gefühl, gut, dass ich im Auto soviel Zeit habe |
Mit meinem Partner |
Ich probierte es zunächst mit dem Vorwurf, „du kümmerst dich zu wenig“ und ging dann über zu Rückzug im Selbstgespräch „ok, dann kümmere ich mich auch nicht“ |
Ich beginne damit, selber ihm gegenüber aufmerksamer zu sein und, siehe da, es kommt zurück … |
Es hat sich auch ein Frühwarnsystem eingerichtet, eine Sensibilisierung dafür, wenn ich – gewissermaßen als Ehrenrunde – wieder versuche, Realitäten zu ändern, eine innere Stimme fragt mich freundlich aber klar: „Hej, was machst du da?“ Sie bringt mich zum Innehalten, zum Durchatmen, zum Akzeptieren, dass es jetzt so ist. Und sie bringt mich gleichzeitig zum sehr viel störgefühlfreieren Überlegen, was jetzt zu tun gut wäre oder besser zu unterlassen wäre.
Das alles kann ich Ihnen sehr empfehlen und freue mich über Ihre persönlichen Erfolgsberichte unter mv@conecta.com.
Ihre Monika Veith

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